Neue Löschfahrzeuge für die FF Bielefeld

Freude bei der Feuerwehr Bielefeld: Am 09. September 2016 wurden auf der Hauptfeuerwache bei hochsommerlichen Temperaturen vier nagelneue Löschfahrzeuge in Dienst gestellt.

Die vier Löschgruppenfahrzeuge LF 20 KatS wurden von der Beigeordneten Anja Ritschel (Dezernat für Umwelt und Klimaschutz) und dem Leitenden Branddirektor Rainer Kleibrink (Leiter der Feuerwehr BI) an die Löschabteilungen Eckardtsheim, Großdornberg, Jöllenbeck und Ummeln übergeben. Frau Ritschel freute es ganz besonders, dass es in Zeiten knapper Stadtkassen wieder einmal gelungen ist, die Freiwillige Feuerwehr mit modernster Fahrzeugtechnik im Wert von 1,3 Millionen Euro auszustatten. „Wer hervorragende Arbeit leistet, braucht auch eine gute technische Ausstattung,“ vertrat sie die Entscheidung des Stadtrates, die zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit der Bielefelder Feuerwehr im Rahmen des Brandschutzbedarfsplanes beiträgt. Die neuen Fahrzeuge ersetzen ältere Löschfahrzeuge vom Typ LF 16-TS, die in den Jahren 1987 bis 1989 erstmals für den Straßenverkehr zugelassen wurden.

IMG 4550 Kopie IMG 4552 Kopie 4

Das Löschgruppenfahrzeug LF 20 KatS hat laut DIN-Norm eine vom Fahrzeugmotor angetriebene Feuerlöschkreiselpumpe FPN 10-2000, einen Löschwassertank mit 1.000 Liter Inhalt sowie eine feuerwehrtechnische Beladung. Überwiegend dient dieser Fahrzeugtyp zur Brandbekämpfung, zur Förderung von Löschwasser und zur Durchführung von technischen Hilfeleistungen kleineren Umfangs. Mit einer Gruppenbesatzung (Personalstärke 1/8) bildet das Fahrzeug eine selbständige taktische Einheit und kann speziell bei Großeinsätzen zur Löschwasserförderung über lange Wegstrecken eingesetzt werden.

Als Basis der neuen Löschfahrzeuge wird jeweils ein Fahrgestell vom Typ MAN TGM 13.250 mit Allradantrieb und einer Leistung von 184 kW (250 PS) verwendet. Dank des halbautomatischen Getriebes braucht sich der Fahrer bei Alarmfahrten nicht um die Schaltvorgänge kümmern und kann sich daher mehr auf den Straßenverkehr konzentrieren, wodurch neben einer Reduzierung des Kraftstoffverbrauches auch das Unfallrisiko bei Einsatzfahrten deutlich verringert wird. Zur Schonung der Umwelt erfüllen die Fahrzeuge die Einhaltung der Euro 6-Abgasnorm.    

Drei der neuen LF 20 KatS besitzen einen Fahrzeugaufbau des Herstellers Ziegler aus Giengen/Brenz in Kombination mit einer Mannschaftskabine vom Typ „Z-Cab“.

ziegler1 ziegler2 ziegler3 ziegler4 ziegler5

Die Löschabteilung Ummeln erhielt eine Fahrzeugvariante, die sich von den zuvor genannten Fahrzeugen unterscheidet. Dieses Löschgruppenfahrzeug LF 20 KatS wurde vom Aufbauhersteller Lentner in Hohenlinden auf dem bereits zuvor genannten MAN-Fahrgestell TGM 13.250 mit Allradantrieb aufgebaut. Die Besonderheit ist hierbei jedoch, dass es das erste Feuerwehrfahrzeug in Bielefeld ist, das in der neuen genormten Farbe „Verkehrsrot“ (RAL 3020) lackiert ist und mit einer schallgedämpften Sondersignaleinrichtung ausgestattet wurde.

1 2 3 5 6

Aufgrund von technischen Änderungen gegenüber den Vorgängerfahrzeugen konnte der Einsatzwert der neuen Fahrzeuge gesteigert werden. Hierzu zählt beispielsweise die Unterbringung von zwei Atemschutzgeräten in der Mannschaftskabine, die während der Anfahrt zur Einsatzstelle zeitsparend angelegt werden können. Zwei weitere Atemschutzgeräte befinden sich im Geräteraum des Aufbaus. Gegenüber dem bisherigen LF 16-TS besitzt das LF 20 KatS einen Löschwassertank mit 1.000 Liter Inhalt und eine Feuerlöschkreiselpumpe, mit der während der Fahrt eine Wasserabgabe zur Flächenbrandbekämpfung erfolgen kann. Neben einer Schnellangriffseinrichtung wurden die früher zur Wasserversorgung verwendeten C-Schlauchhaspeln durch Schlauchtragekörbe ersetzt. Ebenso gehören jetzt moderne Hohlstrahlrohre zur Beladung. Von den insgesamt 30 an Bord untergebrachten B-Schläuchen lagern 15 Stück vorgekuppelt im Fahrzeugheck, damit sie bei langsamer Fahrt direkt vom Fahrzeug aus zur Wasserversorgung verlegt werden können. Im Aufbau wird außerdem eine Tragkraftspritze mitgeführt, die über ein Liftsystem kräftesparend entnommen werden kann. Auf dem Aufbaudach wurde zur Ausleuchtung von Einsatzstellen ein klappbarer Lichtmast mit 2 LED-Scheinwerfern fest installiert. Zur Erhöhung der Sicherheit der Einsatzkräfte und Verkehrsteilnehmer erhielten die Fahrzeuge für die Absicherung des Straßenverkehrs eine heckseitig angebrachte reflektierende Warnfolie, sowie integrierte Front- und Heckblitzleuchten.

7 8 9 10 11
12 13 14 15  

Die ersetzten Löschgruppenfahrzeuge LF 16-TS werden hinsichtlich ihres zukünftigen Verbleibs technisch übergeprüft, ob beispielsweise eine Verwendung als Ersatz- oder Übungsfahrzeug für die Jugendfeuerwehr in Frage kommt.  

Alt 1 Alt 2 Alt 3 Alt 4 1