Dekonstufen

 Die FwDV 500 gliedert die Dekontamination von Personen in folgende Stufen:

  • Dekonstufe I: Notdekon
    Die Notdekon kann von fast jeder Feuerwehr gestellt werden und muss von jeder Feuerwehr mit entsprechendem ABC-Einsatzpersonal durchgeführt werden können.
    Diese  muss sichergestellt werden, sobald ein Trupp im Gefahrenbereich im Einsatz ist. Sie ist notwendig, z.B. bei Beschädigung der Schutzausrüstung, bei Kontamination der Haut, bei Atemluftmangel oder bei Verletzungen, die sofort behandelt werden müssen.
    In der Regel reicht der Tank eines wasserführenden Fahrzeuges sowie ein mit Folien ausgelegter Platz aus, um diese Stufe in Betrieb zu nehmen. Wichtig ist aber auch hier, dass eine strikte Trennung von Schwarz- und Weißbereich durchgeführt wird, um eine Kontaminationsverschleppung zu verhindern. Sobald vorhanden, sollte auf eine höhere Dekonstufe zurückgegriffen werden.

  • Dekonstufe II: Standard-Dekontamination
    Diese Dekonstufe ist bei jedem ABC-Einsatz unter persönlicher Sonderausrüstung (Chemikalien-Schutzanzug (CSA), Kontaminations-Schutzanzug etc.).
    Gestellt wird die Ausrüstung in aller Regel von speziellen Gefahrstoffzügen.

  • Dekonstufe III: erweiterte Dekontamination
    Die höchste Dekonstufe wird eingerichtet, wenn eine größere Anzahl von Personen zu Dekontaminieren oder die Verschmutzung nicht mehr mit der Stufe II unter Kontrolle zu bekommen ist.
    Beispielsweise ist auf dem Fahrzeug Dekon-P ein kompletter Dekontaminationsplatz für Stufe III verlastet.
    Verschiedene Länderkonzepte wie z. B. von Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen zeigen das verstärkte Augenmerk in Richtung der Dekontamination von nicht gehfähigen, liegenden oder verletzten Personen („Dekon-V“).
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