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Die Erweiterung des Gerätehauses

der Freiwilligen Feuerwehr Vilsendorf

Das Gerätehaus ist in gewisser Hinsicht das Gesicht der Feuerwehr in ihrer Gemeinde. In der Gestaltung des Gebäudes und der Ausstattung mit Gerät und persönlicher Ausrüstung wird durch den Träger, hier die Stadt Bielefeld, die Bedeutung der Einrichtung für das Gemeinwohl ausgedrückt.

Wir konnten uns mit unserem 1978 erbauten „Zuhause“ gut identifizieren, waren wir doch schon wesentlich bescheidener untergebracht.

Das Gerätehaus war ausgelegt für die Stationierung von 2 Großfahrzeugen, einem Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25) mit 2500 Liter Wasser an Bord und einem Löschgruppenfahrzeug LF 8 ohne Wasser. So war das Gerätehaus geplant und dafür gebaut. Die Jugendfeuerwehr Bielefeld-West/Vilsendorf nutzt seit 1979 das Gerätehaus in Vilsendorf mit, was natürlich ganz im Sinne der Freiwilligen Feuerwehr Vilsendorf war und ist, kommt doch der Nachwuchs für die Wehr zum großen Teil aus dieser Arbeit.

Seit 1990 ist die Jugendfeuerwehr komplett zu uns gezogen und brachte auch ihr Ausbildungsfahrzeug, immerhin ein ausgewachsenes Großfahrzeug, mit ins Gerätehaus. So mussten alle ein wenig zusammenrücken und aufeinander Rücksicht nehmen.

Das Fahrzeug der Jugendfeuerwehr wurde zum 3. Einsatzfahrzeug der „Löschabteilung Vilsendorf“, wie die amtliche Bezeichnung für uns seit 1971 lautet. Dieses Fahrzeug passend wieder in der Fahrzeughalle zu parken, bedeutete für den Fahrer eine echte Herausforderung, denn das Großgerät verfügte noch nicht über eine Lenkhilfe.

Mit dieser Situation haben wir lange gelebt, aber gut war das nicht.

Mit dem Führungswechsel im Januar 2000 wurde in der Abteilung nach einer Lösung gesucht und es gab auch einige Vorschläge, vom offenen Unterstand in einfachster Ausführung an der Ostseite des Gerätehauses bis zum abschließbaren Unterstand (alles aus Holz) in Eigenleistung.

Der Abteilungsführer fühlte im Feuerwehramt vor, und bekam zur Auskunft: Problem erkannt! Die Lösung könnte tatsächlich eine eigene Garage für die Jugendfeuerwehr sein, aber es standen keine Haushaltsmittel zur Verfügung.

Nun verfügt die Löschabteilung in Gregor vom Braucke über einen agilen mit guten Beziehungen zur Presse ausgestatteten Löschabteilungssprecher, motivierte Kameraden der aktiven Abteilung und last but not least über eine aktive Ehrenabteilung (salop Seniorenabteilung) allen voran Arnold Hattwig. In mehreren Treffen wurden die Kosten und Risiken abgewogen.

Doch wo sollte das fehlende Geld herkommen? Gregor vom Braucke bot sich an im Vorfeld eine Pressekampagne zu starten, um Sponsoren zu motivieren. Er entwarf einen Werbebrief, der leicht abgewandelt den Weg in viele Vilsendorfer Haushalte und Betriebe fand. Parallel dazu wurde der Bauantrag gestellt, und im Herbst 2002 erfolgte die Baugenehmigung.

Die ersten Spenden gingen ein, zunächst zum überwiegenden Teil auch von den eigenen Kameraden, die damit signalisierten, dass die gesamte Freiwillige Feuerwehr Vilsendorf hinter dem Vorhaben stand. Das gab der Abteilungsführung letztlich die Gewissheit, dass dieses Projekt durchführbar sei. So wurde am 26. April 2003 mit dem ersten Löffelhieb des Baggers der Anfang gemacht. Dank des Supersommers dieses Jahres konnten die Bauarbeiten zügig voran gehen, so dass am 25. Juli 2003 das Richtfest gefeiert wurde. Die Baumaßnahmen sind dank Gregor vom Braucke kontinuierlich durch die Presse begleitet worden, somit waren die Spender jeder Zeit darüber im Bilde, was mit ihrem Geld geschah. Während der Bauarbeiten gab es natürlich auch Alarmierungen für die Wehr. Das bedeutete, das dass erste Fahrzeug voll besetzt sofort abrücken konnte, die Arbeit wurde derweil von den Senioren fortgeführt.

Die Stimmung in der Abteilung war gut, der Baufortschritt für jeden ersichtlich. Man konnte erkennen, dass wir, anders als sonst bei öffentlichen Bauten üblich, mit unseren kalkulierten Kosten auskamen.

Ganz besonders wichtig war es der Abteilungsführung, das alle sonstigen Aktivitäten, wie Besuch der Feuerwehrfeste, die obligatorische Kanutour und die Feuerwehrsternfahrt sowie Kontakte zur Partnerwehr in Schladen (Harz) und Glauchau (Sachsen) stattfanden.

Dennoch konnte der Zeitrahmen eingehalten und die Nutzung der neuen Fahrzeughalle pünktlich am Tag der offenen Tür im September 2003 an die Jugendfeuerwehr übertragen werden.

Natürlich waren noch Restarbeiten zu leisten, die aber bis zum Sommer 2005 erledigt wurden. Somit konnte am 23. September 2005 die „Dankeschönfeier“ für alle Helfer und Spender im Gerätehaus Vilsendorf starten. Damit wurde dieses Vorhaben erfolgreich abgeschlossen.

S.Wolter

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