Vom Signalisten zum Meldeempfänger

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Vilsendorf

 
1909 bis 2009

Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Vilsendorf ist ein Abbild der rasanten technischen Entwicklung der letzten 100 Jahre. Nie zuvor hat sich das Leben der Menschen so schnell verändert !

Wie waren die Lebensumstände in Vilsendorf vor 100 Jahren? Auf jeden Fall bescheidener. Es gab noch keine Stromversorgung in Vilsendorf und damit nicht alle mit den Hühnern zu Bett gehen mussten, hatte man Petroleumlampen. Radio, Fernsehen und das Telefon waren in Vilsendorf nicht vorhanden. Somit blieb mehr Zeit für nachbarschaftliche Beziehungen. Man war früher viel mehr aufeinander angewiesen, auch oder eben gerade in Notsituationen, wie zum Beispiel bei Feuer. Natürlich hat man auch damals schon Schadenfeuer bekämpft und nicht nur versonnen in die Glut geschaut. Die Maßnahmen beschränkten sich allerdings mehr auf den Schutz der Nachbargebäude als auf die eigentliche Brandbekämpfung. So brannte der Blackemeierhof im September 1902 vollständig ab; die zu Hilfe eilenden Feuerwehren aus Jöllenbeck und Brake konnten das Unglück nicht aufhalten.

Da mochten einige Vilsendorfer gedacht haben, dass es wohl Sinn machte, hätte man eine eigene Wehr. So fanden sich am 05. März 1909 eine stattliche Anzahl Vilsendorfer Bürger (55) in der Gaststätte Böke zusammen, um die „Freiwillige Feuerwehr Vilsendorf“ zu gründen. Wenn man bedenkt, dass Vilsendorf zu der Zeit bei weitem nicht so dicht besiedelt war wie heute, war beinahe jede Familie des Ortes in der Wehr vertreten.

Erster Feuerwehrhauptmann war August Meyer zu Vilsendorf (heute Hof Döhmer). Ihm zur Seite standen die übrigen Vorstandsmitglieder Gustav Schürmann, August Böke, Wilhelm Schürmann, August Bredenkamp und Hermann Beckmann. Es handelt sich um Namen, die auch heute in unserer Feuerwehr bekannt sind und deren Familien über Generationen hinweg treu zur Feuerwehr standen und stehen. Hier wird Tradition im besten Sinne sichtbar. Eine Bürgerinitiative bevor der Begriff modern wurde!

Am 1. April 1909 wurde die erste Vorstandssitzung abgehalten, in der der Bedarf an persönlicher Ausrüstung ermittelt und eine Spritze beantragt wurde. Ausrüstung und Spritze wurden noch im April geliefert, am 1. Mai war Spritzenprobe und es konnte endlich heißen „Wasser marsch“!

Ihren ersten Brandeinsatz hatte die Wehr noch im selben Jahr in Niederjöllenbeck. Alarmiert wurde damals von Signalisten, die mit Fahrrad und einem Horn tutend durch das Dorf fuhren. Eine malerische Vorstellung im Vergleich zu dem seelenlosen Meldeempfänger unserer Tage.

Daraufhin machten sich einige mit Pferdegespann auf, um die Spritze zum Einsatzort zu ziehen. Zum Zug kam natürlich nur der Erste. Die anderen Gespannführer hatten erst einmal zu tun, ihre „Zossen“ wieder in den Stall zu bringen.

Einsätze hatten damals mit Recht den Geruch von Abenteuer und Verwegenheit. Wasser musste von Hand gepumpt werden, dazu waren 6 Mann nötig. Sobald sich der Druck aufbaut, wird das Pumpen mit dieser Technik eine echte Herausforderung an die Muskelkraft und es müssen genügend Feuerwehrmänner oder notfalls auch Schaulustige zur Ablösung bereitstehen, um eine beständige Wasserförderung zu gewährleisten.

Am 29. Mai 1910 war die Freiwillige Feuerwehr Vilsendorf Gastgeber für das erste Feuerwehrverbandsfest, bevor die Satzung der Wehr vom königlichen Landrat, in Vertretung Freiherr von Ditfurth, am 13. Juni 1910 genehmigt wurde.

Der erste Feuerwehrhauptmann starb im Jahr 1920 und Wilhelm Brackmann folgte in der Führung der Wehr nach. Nach ihm kam im Jahre 1924 Wilhelm Schürmann. Während seiner Amtszeit wurde im Jahr 1928 die Traditionsfahne angeschafft.

Im Jahr 1930 hatte die Wasserförderung mit Muskelkraft ein Ende, die erste Motorspritze des Landkreises Bielefeld kam nach Vilsendorf, die eine gewaltige Erleichterung für die Feuerwehrmänner bedeutete. Aus der Zeit des „Dritten Reiches“ sind keine schriftlichen Unterlagen der Abteilung vorhanden. In dieser Zeit erfolgte der Wechsel im Amt des Wehrführers von Wilhelm Schürmann an Wilhelm Brackmann und von diesem an Wilhelm Koch (heute Hof Czyttrich). Wenigstens hinsichtlich des Vornamens brauchte man sich also knapp 40 Jahre nicht umzugewöhnen.

In diese Zeit fiel die „Gleichschaltung“ (Einflussnahme und Kontrolle) aller gesellschaftlich relevanten Gruppen durch die NSDAP. Bei der Feuerwehr bedeutete es, dass sie fortan „Feuerschutzpolizei“ hieß und Himmler unterstellt war, wirkte sich im Einsatzgeschehen vor Ort in Vilsendorf jedoch kaum aus.

Im Jahr 1938 wurde das erste Gerätehaus gebaut, und die Wehr hatte ein Zuhause für Mannschaft und Gerät. Gleichzeitig hatte dieses Gebäude eine Arrestzelle, also einen Knast. Größere Veränderungen im Dienstablauf ergaben sich durch die befohlene Ausbildung zur Vorbereitung auf den Luftkrieg. Während des Krieges gehörten Schiessen und Übungen mit der Gasmaske zum normalen Dienst. Besonders gefordert wurde die Vilsendorfer Wehr während der großen Bombenangriffe auf Bielefeld ab September 1944. In dieser Zeit kamen die Kameraden nicht aus den Stiefeln; es galt nicht nur zu löschen, sondern tatsächlich zu retten, zu bergen und zu schützen.

Ostern 1945 war die schlimmste Zeit mit Gefahr für Leib und Leben vorüber; es machte sich eine Dienstmüdigkeit breit, da jeder sehen musste, dass er seine privaten Lebensumstände geregelt bekam. Hinzu kam 1947 die Trauer, als der allseits beliebte Wehrführer Wilhelm Koch starb. Seinem Nachfolger August Lohmann ist es zu verdanken, dass die „Moral in der Truppe“ wieder hergestellt wurde.

1952 wurde durch das Amt Jöllenbeck das erste Löschgruppenfahrzeug für Vilsendorf angeschafft, das dem Diensteifer der Feuerwehrkameraden einen gehörigen Schub verlieh. Die Vilsendorfer Bürger haben durch Verzicht an anderer Stelle zur Verwirklichung dieser Anschaffung beigetragen. Im Jahr 1958 schied August Lohmann wegen Erreichens der Altersgrenze aus und übergab den Stab an Heinz Wehmhöner.

Auch das Feiern kam nicht zu kurz. So ergab sich die Gelegenheit zum 50-jährigen Stiftungsfest im großen Festzelt mit historischer Übung im Jahr 1959.

Am 28. Oktober 1961 wurde die erste Versammlung im neuen Gemeinschaftsraum des alten Gerätehauses abgehalten. Von nun an wurden die Versammlungsabende länger. 1968 wurde Helmut Voßmerbäumer neuer Löschabteilungsführer.

Anlässlich der Gebietsreform im Jahr 1971 wurde auch die Struktur der Feuerwehr angepasst. So heißt die Freiwillige Feuerwehr Vilsendorf seitdem

„Freiwillige Feuerwehr Bielefeld –Löschabteilung Vilsendorf“.

Die Feste wurden gefeiert, wie sie fielen. So auch am 18. September 1971 als 7 Kameraden das neue Löschgruppenfahrzeug von Ziegler holen konnten und nach einigen Tagen mit dem Fahrzeug in Vilsendorf eintrafen. Dem neuen „Auto“ fehlte jetzt nur noch die passende Garage. Die Bauarbeiten hierzu wurden am 25. März 1978 in Angriff genommen. Bis es dazu kommen konnte, hatte Helmut Voßmerbäumer viel Zeit und Kraft investiert, um seine Idee zum Wohle der Löschabteilung zu verwirklichen. Am 23. Mai 1978 war dann die offizielle Grundsteinlegung, und Ende des Jahres wurde das Gerätehaus seiner Bestimmung übergeben. Für viele Kameraden wurde das Gerätehaus zum zweiten Zuhause, und die Versammlungsabende endeten jetzt oft erst beim Morgengrauen! Am 12.11.1982 schied Helmut Voßmerbäumer wegen Erreichens der Altersgrenze aus dem aktiven Dienst aus, sein Nachfolger wurde Arnold Hattwig.

In den nun folgenden Jahren bis 1998 wurde die Mannschaftsstärke Jahr um Jahr aufgestockt. Großen Anteil an dieser erfreulichen Entwicklung hatte die Jugendfeuerwehr Bielefeld / Vilsendorf, so dass die Abteilung im Laufe der Zeit auf 33 Aktive kam.

Am 24. März 1984 konnte das 75-jährige Bestehen der Abteilung im kleinen Rahmen gefeiert werden.

Im Sommer 1985 brannte ein Abenteuerspielplatz an der Lohheide. Die Löschabteilung wurde alarmiert, traf am Einsatzort ein und unser Einsatzleiter meldete an die Leitstelle „Wir haben das Feuer umzingelt“. Natürlich kann man nicht jeden Einsatz mit dieser heiteren Gelassenheit abarbeiten. So gab es am 02. März 1987 nach stundenlangem Eisregen innerhalb von 24 Stunden 16 Einsätze für die Löschabteilung, um zum Beispiel Verkehrswege wieder passierbar zu machen. Einen Höhepunkt bildete für die Abteilung das Jahr 1989, konnte sie doch das 80-jährige Bestehen feiern und gleichzeitig eine neue Fahne anschaffen, die dann in großem Rahmen geweiht wurde.

Ein Jahr später stifteten die Frauen der Wehr das Fahnenband zur Fahne, um damit zum Ausdruck zu bringen, dass auch sie hinter der Idee stehen, die sich ihre Männer zur Aufgabe gemacht haben.

Gegen Ende des Jahres bekam die Löschabteilung ein neues TLF 16/25 im Tausch gegen das alte Fahrzeug vom Bund, dem einige Kameraden wegen der besseren Geländeeigenschaften nachtrauerten. Allerdings benötigte man zum Betreiben der eingebauten Pumpe schon die höheren Weihen technischer Feuerwehrkenntnisse.

Erwähnenswert am Jahr 1992 ist unter anderem, dass aus der Löschabteilung Vilsendorf mit Arnold Hattwig der stellvertretende Bezirkssprecher für den Brandschutzbezirk West hervorging. Ein Jahr später wurde er Bezirkssprecher.

Da er das Amt des Löschabteilungsführers weiterhin ausübte, ergab sich daraus eine enorme Mehrbelastung, die in Teilen von der Abteilung, aber zum größeren Teil von Arnold Hattwig geschultert wurde. Ebenso im Jahre 1993 ergaben sich die ersten Kontakte zum Löschzug Glauchau/Gesau in Sachsen, die mit einem 3 Tage dauernden Tanz in den Mai in Vilsendorf vertieft wurde.

Am 29. November 1993 wurde Vilsendorf zum Turnhallenbrand der Realschule Jöllenbeck alarmiert. Zwar brannte die Turnhalle vollständig nieder, allerdings konnten die eingesetzten Wehren ein Übergreifen der Flammen auf das Schulgebäude verhindern. Die Einsatzbedingungen waren durch extreme Kälte geprägt, so dass die Kameraden mit vereister Einsatzkleidung auf glattem, abschüssigen Boden ins Rutschen gerieten.

Ab 01. Oktober 1995 wurde das Einsatzgebiet vorübergehend auf den östlichen Teil von Schildesche erweitert, dadurch verdoppelten sich die Einsatzzahlen.

So als wäre es eine Belohnung für verstärkte Anstrengungen, bekam die Löschabteilung am 14. Dezember 1996 das neue Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 zur Verfügung gestellt. Das alte Löschgruppenfahrzeug übernahm die Jugendfeuerwehr für ihren Übungsdienst.

Am 29. Mai 1998 stand ein Wechsel in der Führung der Löschabteilung ins Haus. Wegen Erreichens der Altersgrenze wurde die Verantwortung für die Löschabteilung in würdigem Rahmen von Arnold Hattwig auf seinen Nachfolger im Amt, Günter Voßmerbäumer, übertragen. Leider war Günter Voßmerbäumer nur noch eine kurze Lebensspanne vergönnt, so dass er nur wenige seiner vielen Ideen in die Tat umsetzen konnte. Am 30. Oktober 1999 verstarb er nach kurzer schwerer Krankheit. Die Kameraden der Löschabteilung Vilsendorf werden seine menschliche, zupackende Art mit Problemen und Kameraden umzugehen im Gedächtnis behalten, hat er doch über viele Jahre die Löschabteilung nicht nur in verantwortlicher Stellung mit beeinflusst.

Als neuer Löschabteilungsführer wurde in der Anhörung vom 17. Dezember 1999 Siegfried Wolter von den Kameraden der Abteilung bestimmt. Die Amtsübergabe erfolgte am 29. Januar 2000 vom kommissarischen Löschabteilungsführer Klaus Biermann, der in der Interimszeit die Löschabteilung geführt hat, auf den Neuen.

Schon seit einigen Jahren unter Arnold Hattwig eingeführt, war das Osterfeuer der Löschabteilung Vilsendorf fest eingeplant in den Terminkalendern der Vilsendorfer Bürger und darüber hinaus, so dass sich zu diesem Ereignis Kind und Kegel auf den Weg zum Gerätehaus machten. Da zu diesem Termin am 22.April 2000 sommerliche Temperaturen und ein starker Ostwind herrschten, wurde die Umgebung vorsorglich mit dem Tanklöschfahrzeug benetzt, um einer ungewollten Vergrößerung des Osterfeuers entgegenzutreten.

Das zweite große Ereignis des Jahres war die nachträgliche Jubiläumsfeier zum 90-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Vilsendorf, die vom 8. bis 10. September 2000 durchgeführt wurde. Höhepunkt war dabei die in historischen Uniformen durchgeführte Löschübung mit der Handdruckspritze und Pferdebespannung, die aber nach Drehbuch nicht zum Erfolg führte, sondern die Jugendfeuerwehr schaffte es am Ende mit der modernen Technik des LF 8/6.

Der Besuch bei der Grubenfeuerwehr in Duisburg / Walsum eröffnete für 15 Kameraden der Löschabteilung die Möglichkeit, die Arbeitsbedingungen für Bergleute in 800 Meter Tiefe kennen zu lernen. Wegen der interessanten Eindrücke wurde die Fahrt 2001 wiederholt. Ebenfalls in diesem Jahr konnte das 10-jährige Bestehen der Partnerschaft mit Glauchau/Gesau gefeiert werden.

Vom 22. bis 24. Juni 2001 blickte die Gemeinde Vilsendorf auf die erste urkundliche Erwähnung vor 850 Jahren zurück. Beitrag der Feuerwehr war neben der Bewirtung auf dem Festplatz und im Gerätehaus auch die Darbietung der Arbeit der Feuerwehr im Wandel der Zeiten in Form einer Schauübung in 4 Zeitetappen, nämlich 1920, 1950, 1970 und 2001 unter Mitwirkung der Löschabteilung Babenhausen.

Bemerkenswertester Einsatz dieses Jahres war der Brand einer Lagerhalle in Brake, in der ca. 1.000 Tonnen PVC-Granulat lagerten. Die Schaummittelvorräte der Stadt Bielefeld gingen zur Neige und mussten aus den Beständen des Kreises Herford ergänzt werden, um schließlich das Feuer zu ersticken.

Die „Jahrhundertflut“ des Jahres 2002 betraf zwar in erster Linie die neuen Bundesländer, aber dort liegt Glauchau, in der unsere Partnerwehr ihren Dienst verrichtet. Glauchau war durch die hochwasserführende Mulde stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Schnell waren sich die Kameraden der Vilsendorfer Wehr einig, hier zu helfen. Spontan wurde der Erlös des Herbstfestes - immerhin 1.666,66 € - zur Verfügung gestellt, den die Kameraden der gesamten Bielefelder Freiwilligen Feuerwehr um 5.000,00 € auf 6.666,66 € erhöhten.

Diese Geldspende und eine LKW-Ladung voller Hilfsgüter aus Jöllenbeck wurden am 03. Oktober 2002 durch den Löschabteilungsführer Siegfried Wolter im Beisein des Bürgermeisters an den Wehrchef zur weiteren Verwendung übergeben.

Nach ca. 2 Jahren Vorplanung ging es am 26. April 2003 mit dem ersten Spatenstich daran, durch einen Fahrzeughallenanbau Platz für das Fahrzeug der Jugendfeuerwehr zu schaffen. Dank einer intensiven Werbeaktion konnte nahezu die Hälfte der Baukosten durch Spenden Vilsendorfer Bürger und Betriebe abgedeckt werden. Die Ausführung der Bauarbeiten erfolgte nahezu komplett in Eigenleistung, da in der Löschabteilung fast alle benötigten Berufe vertreten sind.

Bei Alarmierungen, die es während der Bauarbeiten immer wieder gab, hatten die Vilsendorfer fantastische Ausrückezeiten und waren fast immer die erste Abteilung an der Einsatzstelle. Schon am 25. Juli 2003 konnte das Richtfest gefeiert werden. Die Nutzungsübernahme durch die Jugendfeuerwehr erfolgte Ende September 2003.

Über die Verbesserung der Möglichkeiten für Dienst und Öffentlichkeitsarbeit hinaus war dieser Hallenneubau ein Motivationsschub für die gesamte Löschabteilung.

Im Jahr 2005 lernten die ersten Kameraden der Löschabteilung das Vorgehen unter schwerem Atemschutz und realitätsnahen Bedingungen im Brandhaus im Feuerwehrausbildungszentrum in Lemgo kennen. Dieser Belastungstest soll die Ausbildung für Atemschutzgeräteträger zukünftig ergänzen.

Ferner wurde die Alarmierung der Feuerwehrkameraden auf digitale Technik umgestellt, und fortan wurde die wöchentliche Probealarmierung ohne die guten Wünsche der Leitstelle durchgeführt.

Als letzte Maßnahme im Rahmen des im Jahr 2003 durchgeführten Hallenneubaus wurde im Juli 2005 ein Freisitz hinter der neuen Halle fertiggestellt.

Im Zuge der Ausstattung der Fahrzeughalle mit einer neuen Einsatzgarderobenhalterung wurde das Gerätehaus im Jahr 2007 von innen gründlich gereinigt und renoviert und zu einem vorzeigbaren Schmuckstück hergerichtet.

Am 24.11.2007 fand die Anhörung statt, um den neuen Löschabteilungsführer nebst Stellvertreter festzulegen. Die Löschabteilung wurde am 26. Januar 2008 an den neuen Löschabteilungsführer Olaf Biermann übergeben, Stellvertreter blieb Frank Wemhöner.

Die Erneuerung und der Umbau der Küche im Gerätehaus war die Fortsetzung der im Vorjahr begonnenen Innenrenovierung und kann bei den anstehenden öffentlichen Ereignissen zur 100 Jahr Feier begutachtet werden.

Mit dem Wechsel an der Führungsspitze der Löschabteilung hat sich gleichzeitig ein Generationswechsel vollzogen.

Was uns aber über die Generationen hinweg verbindet, ist der Wunsch, das Wollen und das Können, anderen Menschen zu helfen.

Insofern müssen wir als Feuerwehr nicht nach neuen sinnstiftenden Zielen suchen. Unsere Überzeugung überdauert die Zeit, ist heute so modern wie vor hundert Jahren und gibt uns die Kraft und Zuversicht, auch die Herausforderungen der Zukunft anzunehmen.

Siegfried Wolter, Brandinspektor und ehemaliger Löschabteilungsführer

 

 

 

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