Überblick
1890
Gründung der Wehr durch 44 Jöllenbecker Bürger.
1924
Übergabe eines Steigerturmes an der Amtsstraße.
1935
Beschaffung der ersten Motorspritze durch die Gemeinde.
Einrichtung einer Klingel-Alarmanlage.
1949
Übergabe eines neuen Tanklöschfahrzeuges.
1955
Die Feuerwehr bezieht ihr neues Quartier auf dem Gelände der
Firma Delius an der Vilsendorfer Straße.
1958
Fahnenweihe.
1965
Aufstellung eines Verpflegungszuges am Standort Jöllenbeck.
1969
Das Feuerwehrfest findet erstmals auf dem Festplatz statt.
1971
Die Firma Delius spendet einen Pulverlöschanhänger P 250.
1973
Die Feuerwehr Jöllenbeck wird bei der kommunalen Neuordnung als
Löschabteilung in die Feuerwehr Bielefeld eingegliedert.
1974
Absturz eines Düsenflugzeuges "Phantom" über Jöllenbeck.
1977
Gründung einer Jugendfeuerwehr für den Stadtbezirk Jöllenbeck.
1985
Einweihung des Feuerwehrgerätehauses am Wörheider Weg.
1990
Festwoche anlässlich des 100-jährigen Bestehens.
1992
Günter Schneider und Günter Junklewitz werden Löschabteilungsführer.
1993
Großbrand der Turnhalle der Realschule Jöllenbeck.
1998
Erstmals findet das "Jürmker Osterlagerfeuer" statt.
1999
Die erste Frau wird aktives Mitglied in der Löschabteilung Jöllenbeck.
2002
Einweihung eines in Eigenarbeit erstellten Erweiterungsbaus am
Feuerwehrgerätehaus am Wörheider Weg
2008
Günter Schneider und Günter Junklewitz übergeben nach 16 Jahren
die Abteilungsführung an Sven Baumann und Frank Klusmann

2015
Die Löschabteilung feiert Ihr 125-jähriges Bestehen

 

 

125 Jahre Jöllenbecker Feuerwehr 
Geschichte

 Vor etwas mehr als 125 Jahren wandte sich die damalige preußische Regierung mit einem Aufruf an die Bevölkerung. Durch die Gründung von Freiwilligen Feuerwehren sollte der „Rote Hahn“ besser und schlagkräftiger bekämpft werden. Auch in Jöllenbeck stieß diese Aufforderung auf reges Interesse.

1889  Im Mai 1889 meldeten sich 44 Männer die bereit waren, zum Wohle der Allgemeinheit freiwillig zu helfen wo immer es notwendig erschien. Die Gemeinde sorgte damals für die erste Ausrüstung. Ein erfahrener Feuerwehrmann aus Bielefeld übernahm zunächst die Ausbildung. Dienst und Einsätze der Wehr wurden in den Vorschriften der seinerzeitigen königlichen Regierung geregelt, die der Gemeinde vorgelegt wurden.

1890 Nur ein Jahr später existierte der Plan für ein „Spritzenhaus“, dass auf dem Hofplatz des damaligen „Waisenhauses“ errichtet werden sollte.

1891 Im Jahre 1891 wurde innerhalb der Wehr ein interner Gesangverein gegründet, der bei festlichen Anlässen die Feierlichkeiten bereicherte.

1896 Diese Statuten wurden 1896 so geändert, dass ein Feuerwehrmann für jede Minute die er zu spät zum Dienst kam, einen Reichspfennig zahlen musste. Bei unentschuldigtem Fehlen zu einer Übung erhöhte sich der Betrag auf 50, bei einem Brandeinsatz sogar auf 75 Reichspfennig. Zur damaligen Zeit war dies für so manchen Feuerwehrmann gewiss eine harte Strafe.

1898 Im Mai 1898 wurde die Wehr, wegen Unstimmigkeiten in der Führung, aufgelöst. Unter der Führung des Rendanten Hauptmann Heinrich Möntmann erfolgte aber bereits drei Monate später die Gründung einer neuen Wehr. Möntmann machte sich über viele Jahre hinweg, als vorbildlicher Helfer und Führer der Feuerwehr, verdient.

1899 Im Jahre 1899 wurde die Neugründung auch von der damaligen Regierung amtlich bestätigt. Die zwischenzeitlich aufgetretenen drei Brände bekämpften die Männer noch in ihrer Zivilkleidung.

1901 Zur damaligen Zeit bereitete die Alarmierung der Kameraden besondere Schwierigkeiten, zumal die Benutzung der „Feuerglocke“ durch Pastor Volkening verboten wurde. Monatelange Proteste gegen diesen Beschluss waren die Folge. Erst als 1902 erneut die Auflösung der Wehr drohte, wurde der Beschluss rückgängig gemacht.

1904 Im Sommer 1904 wird die Anschaffung eines Gerätewagens in Erwägung gezogen. Eine eigens eingesetzte Kommission sollte sich die Erfahrungen anderer Wehren zu Eigen machen. Letztlich wurde dem Wunsch der Wehr jedoch nicht entsprochen.

1909 Um die Ausbildung und Brandbekämpfung einheitlich und gemeinsam durchführen zu können, wird im Jahre 1909 die Gründung eines „Feuerwehr-Verbandes“ angeregt. Erster Amtsbrandmeister des damaligen Amtes Schildesche-Jöllenbeck wird im September 1910 der Jöllenbecker Wehrführer Hauptmann Heinrich Möntmann. Im gleichen Jahr trat die Wehr dem „Westfälischen Feuerwehr-Verband“ bei. Einer Dachorganisation aller Wehren der damaligen Provinz „Westfalen“.

1914 Im Sommer 1914, kurz vor Ausbruch des 1. Weltkrieges feiert die Wehr mit großem Zapfenstreich und reger Beteiligung der Bevölkerung, ihr 25-jähriges Bestehen.

1916 Im Kriegsjahr 1916 stirbt der langjährige Wehrführer und Amtsbrandmeister Heinrich Möntmann. Sein Nachfolger wird sein bisheriger Stellvertreter Wilhelm Stückemann, der die Geschicke der Wehr über viele Jahre leitet.

1924 Anlässlich eines Amtsverbands-Festes wird der Wehr im August 1924 von der Amtsvertretung der „Steigerturm“ übergeben. Dieser hatte bis 1970 seinen Standort in der Amtsstraße. 

1927 Die erstmalige Vorführung einer Motorspritze im Jahr 1927 verläuft nicht zufriedenstellend. Demzufolge lehnen die Vertreter des Amtes diese Neuanschaffung ab. Sie sprechen sich für den Ausbau der viel zu wenigen Feuerlöschteiche und für die Anschaffung von besseren Schläuchen aus.

Im Oktober 1927 beginnt dennoch die allmähliche Motorisierung der Feuerwehr. Bei einer Großübung des Amtsverbandes „Schildesche-Jöllenbeck“ auf dem Gelände des „Gut Meier zu Eisen“ wird erstmals die sonst pferdebespannte Handdruckspritze der Wehr von einem Automobil des Herrn Heinrich Lefelmann zur Brandstelle nach Schildesche gezogen.

1930 Nach 37 Dienstjahren wird der Wehrführer Wilhelm Stückemann im September 1930, anlässlich seines 70. Geburtstages – mit der Ernennung zum Ehrenbrandmeister – aus dem aktiven Feuerwehrdienst entlassen.

1932 Die Wehren Jöllenbeck, Theesen und Vilsendorf bilden ab Juli 1932 den neuen „Amtsverband Jöllenbeck“. Erster Amtsbrandmeister wird der spätere Generalmajor und Ehren– Amtsbrandmeister Oskar Eckold aus dem Ortsteil Theesen.

1935 Am 11. Juli 1935 trat eine wesentliche und entscheidende Neuerung ein. Durch die Gemeinde wurde der Jöllenbecker Feuerwehr die erste Motorspritze übergeben. Neben der noch verbliebenen Handdruckspritze führte dies zu einer wertvollen Steigerung der Leistungsfähigkeit. Dazu kam ein, allein aus Mitteln der Wehr und Spenden der einzelnen Kameraden finanziertes 8-Zylinder-Fahrzeug der Marke Horch. In dieser Zeit richtete der Kamerad Wilhelm Böckstiegel neben weiteren technischen Neuerungen eine „Klingel-Alarmanlage“ ein. Damit konnten jederzeit bis zu 12 Kameraden in der Nähe des Dorfzentrums alarmiert werden. 

Während des 2. Weltkrieges waren viele Kameraden eingezogen worden. Ihre Brandschutzaufgaben in der Gemeinde übernahmen Bürger, die zum Dienst verpflichtet wurden. Der schon in den ersten Kriegsjahren zugeteilte Mannschaftswagen LF-8 mit dem Anhänger TSA für die Tragkraftspritze machte die Wehr sehr beweglich, sodass sie auch Einsätze in Nachbarstädten wie Gütersloh, Wiedenbrück oder Paderborn bestritt.

1945 Am 2. April 1945 ziehen amerikanische Truppen in Jöllenbeck ein. Sie verbieten Nachteinsätze der Löschtrupps. In dieser harten Zeit war der damalige Wehrführer Wilhelm Böckstiegel ein unermüdlicher Helfer, der sich als späterer Amtsbrandmeister nach dem Krieg unvergessene Dienste hinsichtlich des Wiederaufbaus und der Stärkung der Wehr erwarb.

1949 Den Verdiensten von Wilhelm Böckstiegel ist es auch zu verdanken, dass die Jöllenbecker 1949 als erster Löschzug im Kreis Bielefeld ein neues Tanklöschfahrzeug erhielten. Dieses wurde durch Spenden der Kameraden in Höhe von 5070 DM mitfinanziert.

1950 Zum 60. Stiftungsfest der Wehr im April 1950 wurde der neue Tankwagen im Rahmen einer Übung der Bevölkerung vorgeführt. Es war überhaupt wieder das erste große Feuerwehrfest nach dem Krieg.

1952 Im Jahre 1952 erwarb die Jöllenbecker Wehr aus Gütersloh eine gebrauchte, 18 Meter lange Drehleiter. Der Kaufpreis von 10500 DM wurde von der Firma C.A. Delius & Söhne vorfinanziert. Vier Kameraden des Löschzuges mussten für diesen Betrag bürgen.

1955 Im November 1955 kam eine neue Magirus-Tragkraftspritze mit einem VW-Motor hinzu. Mit nun drei Fahrzeugen war der Jöllenbecker Löschzug somit bereits sehr gut ausgerüstet. Zur Unterbringung der Fahrzeuge stellte die Firma Delius schon nach dem Krieg ihre großen Garagen zur Verfügung. Schon damals wurden Stimmen nach einem eigenen Gerätehaus laut. An dieser Stelle soll besonders erwähnt sein, dass sich die Kameraden in den Räumen der stets großzügigen Firma Delius sehr wohl gefühlt haben.

1958 Der 9. Juni 1958 ist einigen Jöllenbeckern sich noch in lustiger Erinnierung. An diesem Tag begann im Ort eine groß angelegte Affenjagd. Einem Schausteller war sein Kapuzineräffchen vom Bahnhofsgelände zum Wald im Dorffeld entwischt. Die Jöllenbecker Feuerwehr wurde alarmiert, die dann prompt mit ihrem Tanklöschfahrzeug auf Affenjagd ging. Da es nicht gelang en Affen einzufangen wurde ein C-Rohr vorgenommen. Aber auch das schlug fehl. Die Feuerwehr war ratlos. Der damalige Landrat Specht wurde eingeschaltet, dieser verweigerte aber seine Zustimmung das kleine Tier eventuell abzuschießen. Dieser wohl lustigste Einsatz der Jöllenbecker Blauröcke wurde sogar vom Deutschen Fernsehen besucht. Am nächsten Tag berichtete das Fernsehen von der großen Jöllenbecker Affenjagd.

1958 Der 5. Oktober 1958 war für die Jöllenbecker Feuerwehr ein ganz besonderer Tag. Der Tag der Fahnenweihe. Im früheren großen Saal der Gaststätte Strathmann wurde der Wehr im Beisein von Vertretern des Amtes und der Nachbarwehren eine Fahne übergeben.

1962 Im Zuge stetiger Modernisierung bekam die Löschabteilung 1962 ein neues Tanklöschfahrzeug TLF-16, das neben einem 2400 Liter Wassertank und einer Schnellangriffseinrichtung auch eine Sprechfunkanlage besaß. Dieses MAN-Fahrzeug war bis 1986 ein wichtiger Bestandteil des Fuhrparks. (später ging dieses Fahrzeug nach Nicaragua) Noch im selben Jahr übernahm Kamerad Herbert Vogelsang die Führung der Wehr.

1964 Am 6. Juni 1964 stiftet der langjährige Festausschussvorsitzende Gustav Oldemeyer den lang erwünschten Fahnenschrank für unsere in 1958 geweihte Fahne, der im Vereinslokal „Strathmann“ aufgestellt wird. Im September 1964 wurde der Wehr in einer Feierstunde ein LF-8 (Opel-Blitz) am Anhänger TSA für die Tragkraftspritze übergeben. Dieser löste den alten, noch aus den ersten Kriegsjahren stammenden Mannschaftswagen ab.

1966 Die bisherige „Orchestergemeinschaft Jöllenbeck“ wird als „Kreis-Feuerwehr-Musikzug“ in die Freiwillige Feuerwehr übernommen.

1968 Anlässlich des 78. Stiftungsfestes am 27. April 1968 wird der Wehr ein drittes neues Fahrzeug übergeben. Der Mannschaftstransportwagen ist als Mehrzweckfahrzeug für den gesamten Amtsverband, vornehmlich zur schnellen Beförderung von Löschgruppen und Einsatzmaterial. Im Zuge der Aufstellung und Ausbildung von Zivilschutzverbänden hatte Jöllenbeck den „Versorgungszug“ zu stellen. Ausgerüstet wurde der Zug mit einer modernen Gulaschkanone inklusive allem Zubehör. Erster Mann und Chefkoch wurde Friedel Menke. 1968 ist auch das Jahr, in dem erstmals die Wasserentnahme für Feuerwehrzwecke aus Hydranten der zentralen Wasserversorgung vorgenommen wird.

1969 Nachdem der uns aus vielen Veranstaltungen so vertraute Saalbau der Gaststätte Strathmann einer anderen Verwendung zugeführt wurde, fand das 79. Stiftungsfest im Jahre 1969 erstmals auf dem Gelände am „Alten Bahnhof“ statt.  Diese Ortsveränderung war für die Kameraden mit erheblicher Mehrarbeit verbunden. Doch dieser Umstand wurde jedoch gerne in Kauf genommen. War es doch erstmals möglich, ein großes Festzelt aufzubauen. Auch die Schausteller bekamen die Möglichkeit, ihrem Vergnügungspark besser zur Geltung zu bringen. Die Bevölkerung nahm die Veränderungen dankend an. Die Arbeit der Kameraden wurde mit einer überwältigten Bürgerbeteiligung belohnt.

1970 Durch Abbau der Freileitungen wurde 1970 die Klingel-Alarmierungsanlage außer Betrieb gesetzt. Ab sofort wurde die Kameraden durch Sirenenalarm und neu angeschaffte Meldeempfänger zum Einsatz gerufen. Wie die Klingelanlage hatte auch der Steigerturm an der Amtsstraße ausgedient. Er musste dem Neubau der Volksbank weichen.

1971 Hauptbrandmeister Herbert Vogelsang wurde zum Amtsbrandmeister ernannt. Die Brandmeister Fritz Seelemeyer und Wilhelm Biermann übernehmen die Wehrführung. Durch einen von der Firma C.A. Delius & Söhne zur Verfügung gestellten P-250 Pulverlöschanhänger wird die Ausrüstung erneut erweitert. 

1973 Das Jahr 1973 war für die Freiwillige Feuerwehr ein entscheidendes Jahr. Im Zuge der Eingemeindung wurde die Stadt Bielefeld am 1. Januar Träger der Feuerwehrwesens des früheren Kreises Bielefeld. Hierdurch wurde dem Leiter der Berufsfeuerwehr auch die Verantwortung für die Freiwilligen Feuerwehren übertragen. Der bisherige Kreisbrandmeister wurde zum Gesamtsprecher der Freiwilligen Feuerwehren ernannt. Für die neu eingeführten Löschbezirke Ost, Süd und West wurden Bezirkssprecher gewählt. Die Jöllenbecker Wehr gehört zum Bezirk West.

1977 Auch die Jugendarbeit wird innerhalb der Bielefelder Feuerwehr großgeschrieben. Am  08.03.1977 wurde in einer internen Sitzung beschlossen, dass Jugendliche aus dem Raum Jöllenbeck, Theesen, Vilsendorf und Babenhausen zur Bildung einer Jugendfeuerwehr gewonnen werden sollten. Am 04.04.1977 wurde die Jugendfeuerwehr Bielefeld – Theesen ins Leben gerufen. Zur Aufnahme im festlichen Rahmen, hatten sich 14 Jugendliche zusammen mit ihren Eltern im Gerätehaus in Theesen eingefunden. Als erster Jugendwart wurde Brandmeister Hartmut Sohrmann eingesetzt.

1981 Am 18. September 1981 wird der Fuhrpark durch ein fast neues LF-16 mit 1200 Liter Wassertank modernisiert. Im Austausch geht unser altgedientes LF-8 an die Jugendfeuerwehr Bielefeld.

1984 Ein erneuter Höhepunkt in der Geschichte der Feuerwehr Jöllenbeck. Für die Blauröcke geht ein langersehnter Wunsch in Erfüllung. Am 02. März 1984 erfolgte am Wörheider Weg die Grundsteinlegung für ein neues Feuerwehrgerätehaus. Schon am 30. Mai 1984 wurd Richtfest gefeiert. Noch im selben Jahr übernimmt am 03. November 1984 Brandmeister Hartmut Blomeyer die Führung der Köschabteilung und löste damit Oberbrandmeister Fritz Seelemeyer ab. Neuer Stellvertreter wurde Brandmeister Bernd Seelemeyer. Er trat an die Stelle des bisherigen Amtsinhabers, Hauptbrandmeister Wilhelm Biermann.

1986 In den folgenden Jahren wird der Fahrzeugpark der Löschabteilung ständig erweitert bzw. erneuert. Als Ersatz für unser TLF-16 erhalten wir ein neues LF-16 mit Rettungsschere und Spreizer an Bord. 1987 folgt ein Einsatzleitwagen. Ein Jahr später wurde der Hilfsrüstwagen durch das neue Rüstfahrzeug RW-1 ersetzt.

1989 Unser zweites Fahrzeug vom Typ LF-16 wurde 1989 an die Löschabteilung Großdornberg übergeben. Im Austausch hierfür erhält die Löschabteilung Jöllenbeck anlässlich des 99. Stiftungsfestes ein neues LF-16 TS.

Noch vor der Grenzöffnung zur ehemaligen DDR unterhielten wir Briefkontakt zur Freiwilligen Feuerwehr Weida in Thüringen. Daraus entwickelte sich eine rege Partnerschaft. Nach dem Fall der Mauer luden wir die Kameraden erstmals zum 100-jährigen Stiftungsfest ein.

1990 Ein weitere Höhepunkt in der Jöllenbecker Feuerwehrgeschichte. Im Mai 1990 feierte die Löschabteilung ihr 100 jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurde erstmals ein 1500 qm großes Festzelt aufgebaut. Die Jubiläums – Feierlichkeiten zogen sich insgesamt über zwei Wochen hin. Angefangen mit einem Festakt in der Aula der Realschule bis hin zu einer historischen Übung auf dem Marktplatz wurden der Bevölkerung viele Sonderveranstaltungen geboten. In Verbindung mit unserem Jubiläum wurde auch das Stadtverbandsfest aller Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bielefeld in Jöllenbeck gefeiert. Dank der riesigen Besucheranzahl aus Jöllenbeck wurden die Feierlichkeiten ein großer Erfolg.

1992 Am 06.03.1992 setzte Branddirektor Ulrich Kunze vom Feuerwehramt der Stadt Bielefeld Günter Schneider zum neuen Löschabteilungsführer ein. Günter Schneider war zuvor 24 Jahre in der Löschabteilung Schildesche aktiv. Als sein Stellvertreter wurde Günter Junklewitz eingesetzt.

1994 Seit nunmehr 25 Jahren in Folge feiert die Löschabteilung Jöllenbeck ihr jährliches Stiftungsfest auf dem Festplatz an der Gaststätte „ Zum alten Bahnhof“. Dieses kleine Jubiläum feierten die Kameraden am 27.05.1994 in ihrem Gerätehaus.

1995 Das Jahr 1995 war das Jahr der Aktivitäten. Aufgrund der ständigen Kürzungen im Feuerwehr-Haushalt der Stadt Bielefeld, wurden die Kameraden auf eigene Faust hin aktiv. Kurzerhand nahmen die Kameraden den Umbau, des vom Katastrophenschutz erhaltenen Mannschaftswagen, selbst in die Hand. In vielen Stunden ihrer Freizeit rüsteten sie das Fahrzeug speziell auf die Bedürfnisse des Versorgungszuges um. Da für die Lackierung von Katastrophenschutz-Blau in Feuerwehr-Rot keine Mittel zur Verfügung standen, gaben die Kameraden dem Fahrzeug liebevoll den Namen „Blauer Bomber“. Am 07.04.1995 erfolgte die offizielle Übergabe des Fahrzeuges durch den Chef der Bielefelder Feuerwehr, Ulrich Kunze. Die Löschabteilung hielt für Branddirektor Kunze noch eine Überraschung bereit. Hatten sie doch ebenfalls in Eigenleistung noch einen Elektro – Hochleistungslüfter gebaut. Löschabteilungsführer Günter Schneider stellte dieses sehr nützliche Gerät den Gästen vor. Darüber hinaus bauten die Kameraden in 1995, an der Rückseite des Gerätehauses ein Carport an. Für das Küchenzubehör des Verpflegungszuges wurden Regale erstellt. Die im September neu erhaltene Spülmaschine wurde ein Anhänger und ein Zeltpavillon besorgt, so dass es jetzt transportabel ist. Alterskamerad Josef Junklewitz nahm sich der baufälligen Bestuhlung des Gerätehauses an. In mühsamer Kleinarbeit sorgte er dafür, dass die Kameraden wieder sicher Platz nehmen konnten-

1996 Die Ausrichter des weit über die Grenzen von Bielefeld bekannten „Hermannslauf“ traten an die Jöllenbecker Feuerwehr mit der Bitte heran, ob unser Verpflegungszug bereit sei, die Wettkampfteilnehmer während des Laufes mit einem Erfrischungsstand auf Höhe des „Eisernen Antons“ zu unterstützen. Die Kameraden sagten zu. Die Aktion wurde zu einem vollen Erfolg. Sowohl der Ausrichter als auch die Läufer waren voll des Lobes für die gute Qualität und die perfekte Organisation. Seither übernehmen die Blauröcke alljährlich den besagten Erfrischungsstand.

1998 Am Ostersonntag des Jahres 1998 starteten die Kameraden versuchsweise das „1. Jürmker Osterlagerfeuer“. Es sollte keines der üblichen Osterfeuer sein, bei denen irgendwelche Gartenabfälle verbrannt werden. Hinter dem Gerätehaus wurden auf einer eigens dafür erbauten Feuerstelle, extra ausgesuchtes Kaminholz verbrannt. Zahlreiche Jöllenbecker besuchten unsere Osterüberraschung. Seitdem entwickelte sich auch diese Veranstaltung zu einem jährlich wiederkehrenden Publikumsrenner.

Immer mehr hielt das moderne Computerzeitalter Einzug in die Arbeit der Löschabteilung. Dienstpläne, Ausbildungsunterlagen, Einsatzberichte, Listen, Protokolle und Einladungen galt es zu erstellen und zu verwalten. Diesen Arbeiten wurde unser völlig veralteter PC schon lange nicht mehr gerecht. Aus eigenen Mitteln wurde ein neuer, moderner Rechner angeschafft.

Im Mai 1998 wurde der Bezirkssprecher West der Freiw. Feuerwehr, Hauptbrandmeister Arnold Hattwig in die Alters- und Ehrenabteilung verabschiedet. Sein bisheriger Stellvertreter, Hauptbrandmeister Klaus Tubbesing wurde als neuer Bezirkssprecher gewählt. Neuer Stellvertreter wurde unsere Löschabteilungsführer Günter Schneider.

1999 Erstmals in der Geschichte der Jöllenbecker Feuerwehr verstärkte eine Frau die Einsatztruppe. Im Mai übernahmen wir im Rahmen unseres 109. Stiftungsfestes neben zwei männlichen Kameraden auch die noch nicht ganz achtzehnjährige Melanie Folkers aus der Jugendfeuerwehr.

Zum Jahreswechsel 1999 / 2000 wurde allseits ein Computer-Chaos befürchtet. Entsprechend ordnete die Berufsfeuerwehr für alle Freiwilligen Abteilungen an, das in der Silvesternacht alle Gerätehäuser mit einer Einsatzmannschaft zu besetzten sind. Doch aller Einsatzpläne blieben in der Schublade. In Jöllenbeck blieben jegliche Notfälle aus. Die Truppe und eine große Anzahl der anderen Kameraden feierten gemeinsam mit ihren Familien eine stimmungsvolle Millenniumsnacht.

2002 Im Jahre 2002 wurde ein Erweiterungsbau hinter dem Gerätehaus eingeweiht. Dieser ist größtenteils, unter Leitung von Günter Schneider, in Eigenleistung der Kameraden entstanden. Hier ist mittlerweile der Anhänger des Verpflegungszuges untergebracht.

2008 Günter Schneider und Günter Junklewitz übergeben nach 16 Jahren die Löschabteilungsführung an Sven Baumann und Frank Klusmann.

2015 Die Löschabteilung Jöllenbeck feiert Ihr 125 jähriges Bestehen mit diversen Veranstaltungen und einem Festakt

 

 

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