Schon lange, bevor in Ummeln eine Feuerwehr gegründet wurde, gab es eine Feuerordnung, die vorschrieb, dass in jedem Haus Feuereimer und Feuerhaken vorhanden sein mussten. Im Jahr 1880 wurde von der Verhoffschen Bleiche eine Spritze zur Bekämpfung von Feuer angeschafft. Am 30.12.1891 kaufte das Amt Brackwede für die Gemeinde Ummeln eine zweirädrige Saugspritze mit Zubehör zum Preis von 450,00 DM. Im Jahr 1898 kam diese dann nach Ummeln und fand ihren Platz auf der Bleiche. Erst am 4. Januar 1911 gelang es in Ummeln eine freiwillige Feuerwehr zu gründen. Sie bestand aus 17 Männern, dessen Hauptmann Heinrich Lütgert war. Am 22.07.1911 trat die Wehr mit 40 Männern der Westfälischen-Feuerwehr-Unfall-Hilfskasse bei. Der Jahresbeitrag belief sich auf 90 Pfennige pro Mann. Mit dem Gründungstag wurde ein unkündbarer Vertrag mit der Ravensberger-Bleiche abgeschlossen. Laut dieses Vertrages steht den Männern der Wehr die Handdruckspritze der Firma zur Verfügung. Die Anschaffung von Schlauchmaterial, persönlicher Ausrüstung und Uniformen wurde größtenteils aus eigenen Mitteln angeschafft, da sie von der Gemeinde nicht genügend unterstützt wurden. 1919 gelang es der Wehr die Bleicherkapelle unter der Leitung von Fritz Hanneforth sen. zu übernehmen. 1929 war die Wehr in der Lage ein Banner anzuschaffen. Im August 1932 übernahm Heinrich Dresrüsse für den verstorbenen Heinrich Lütgert die Leitung der Wehr. Mit dem Fortschritt der Technik erhielt die Feuerwehr im Jahr 1939 eine tragbare Motorkraftspritze, die in einem Anhänger von Treckern der Bleiche gezogen wurde. Die Firma Oester-Barkey stellte der Wehr 1940 einen PKW 8 zylinder unentgeltlich zur Verfügung. Dieses Fahrzeug wurde vom Schmiedemeister Heinrich Dresrüsse umgebaut und war somit das erste motorisierte Feuerwehrfahrzeug. Im August 1954 wurde ein neues Fahrzeug bestellt und am 20. Oktober ausgeliefert. Es war ein LF 8/TSA auf Ford-Spezial-Fahrgestell mit 95 PS-Benzin-V8-Motor. Da kein Gerätehaus zur Verfügung stand, wurde es in einer Garage der Ziegelei in Ummeln untergestellt. Die alte TS 8 wurde 1959 durch eine neue Magirus-Tragkraftspritze mit VW-Industriemotor ersetzt. Im Jahr 1960 wurde das LF 8 mit UKW-Sprechfunk ausgerüstet. Am 3. Januar 1959 wurde ein Antrag für den Bau eines Gerätehauses gestellt. Da sich die Finanzierung und Grundstückverhandlung äußerst schwierig gestalteten, verzögerte sich der Bau erheblich. Im Juni 1961 wurde Ortwin Schröder Nachfolger für den aus Altersgründen ausscheidenden Heinrich Dresrüsse. Stellvertreter wurde Willi Sundermann. Am 8. November 1963 wurde bei dem Feuerwehrgerätehaus Richtfest gefeiert und am 20. Mai 1965 fand in Verbindung mit der Übergabe eines TLF 16 Magirus Löschfahrzeuges die offizielle Einweihung des Gerätehauses statt. 1966 übernahm die freiwillige Feuerwehr Ummeln ein LF 16/TS Zivilschutzfahrzeug und erhielt 10 UKW-Meldeempfänger. Am 31. Mai 1968 wurde für die Feuerwehr ein Ford-Mannschaftsfahrzeug angeschafft. Für den aus Altersgründen ausscheidenden Willi Sundermann wurde am 26. August 1972 Rolf Witt als stellvertretender Löschabteilungsführer eingesetzt. Auf dem 63. Stiftungsfest wurde der Löschabteilung Ummeln ein neues LF 8/TS Magirus übergeben. Das alte LF 8/TSA bekamen die Stadtwerke Bielefeld. Im Januar 1981 wurden die ersten 12 UKW Taschenmelder ausgeliefert, die in den folgenden Jahren auf 22 ergänzt wurden. Im laufe der Jahre hatte es sich erwiesen, dass der Schulungsraum zu klein war. Darum wurde am 05.02.1982 mit dem Um- und Anbau eines größeren Unterrichtsraumes, einer Wärmeküche und neuen Toiletten begonnen. Die Fertigstellung war am 06. Oktober 1982 und konnte in einer Feierstunde der Löschabteilung übergeben werden. Da Löschabteilungsführer Ortwin Schröder am 16. November 1985 zum Bezirkssprecher bestellt wurde, übernahm dieses Amt Rolf Witt. Sein Stellvertreter wurde Dieter Wienke. Im Jahr 1986 feierte die Löschabteilung Ummeln ihr 75-jähriges Bestehen und schaffte sich zu diesem Jubiläum ein neues Banner an, welches in einer Feierstunde im Gerätehaus geweiht und übernommen wurde. Das LF 16/TS wurde im Mai 1987 gegen ein neues Fahrzeug dieses Typs ausgetauscht. Im Dezember 1988 wurde ein neues Mannschaftstransportfahrzeug übergeben. Das alte Fahrzeug kam zur Wache-Süd, wo es als Streuwagen für Ölbindemittel umgebaut wurde. Der Fahrzeugpark wurde im Jahr 1993 durch ein neues TLF 16/25 nochmals verjüngt. Das alte Fahrzeug wurde nach 28 Jahren ausgemustert. Am 03.03.1995 trat der stellvertretende Löschabteilungsführer Dieter Wienke aus beruflichen Gründen zurück. Nach seiner Entpflichtung wurde Thomas Menzel als neuer Stellvertreter gewählt und vom Leiter der Feuerwehr in seinem Amt bestätigt. Am 04.04.1997 übernahm Werner Esken die Führung der Löschabteilung, da Rolf Witt aus Altergründen ausschied. Stellvertretender Löschabteilungsführer blieb Thomas Menzel. Da Werner Esken am 10.05.2002 neuer Bezirkssprecher Süd wurde, stellte er das Amt des Löschabteilungsführers zur Verfügung. Am 17.05.2002 wurden Thomas Menzel als neuer Löschabteilungsführer und Andreas Goldbecker als stellvertretender Löschabteilungsführer in ihre Ämter eingeführt. Im Jahre 2006 wurde das letzte neue Fahrzeug an die Löschabteilung Ummeln übergeben und zwar ein MTF der Marke Mercedes. Nach 6 Jahren Amtszeit wurden Löschabteilungsführer Thomas Menzel und sein Stellvertreter Andreas Goldbecker 2008 in Ihren Ämtern bestätigt.Thomas Menzel wurde  2010 als Bezirkssprecher Süd eingesetzt. Am 04.01.2011 war genau vor 100 Jahren das Gründungsdatum der Freiwilligen Feuerwehr Ummeln. Dies wurde mit einem Festakt am 03.06.2011 und anschließendem Stadtfeuerwehrfest am 04.06.bis 05.06.2011 kräftig gefeiert. 2014 lief die Amtszeit von Thomas Menzel und Andreas Goldbecker erneut aus und beide haben sich nicht wieder zur Wahl gestellt. Am 22.08.2014 wurden Thomas Birkmann als Löschabteilungsführer und  Frank Klöckner als Stellvertreter vom Amtsleiter Rainer Kleibrink beauftragt.

Back to Top