Dein Weg zur Freiwilligen Feuerwehr

 

Das Konzept

 
"Als Normalsterblicher kann ich einfach so jederzeit zur Feuerwehr?!"


Selbstverständlich! Bevor es Berufsfeuerwehren gab, die sich erst Ende des 19 Jh. allmählich etablierten, wurden Feuer von der gesamten Stadtbevölkerung per Eimerkette gelöscht oder Unwetterschäden von der gesamten Dorfgemeinschaft beseitigt. Mit den ersten Pumpen im Zeitalter der Industrialisierung entstanden die ersten Freiwilligen Feuerwehren, da für die Wartung und Benutzung der Pumpen Menschen eingewiesen werden mussten. Diese übten aber außerhalb von Einsätzen nachwievor ihre gewöhnlichen beruflichen Tätigkeiten aus und unterbrachen nur im Alarmfall ihre Arbeit. Heute ist von diesem Prinzip nicht viel anders. Menschen in der freiwilligen Feuerwehr haben die unterschiedlichsten Berufe und sind im Notfall schnell und gerne zur Stelle, um Feuer zu löschen, Keller leerzupumpen oder verunfallte Personen aus den Fahrzeugen zu befreien.

 

"Und wozu gibt es dann noch eine Berufsfeuerwehr?"


Die Urbanisierung und die dadurch immer größer gewordenen Städte haben es erforderlich gemacht, dass aufgrund der dadurch gestiegenen Häufigkeit von Einsätzen eine permanente Bereitschaft auf den Wachen vorhanden sein musste. Auch heutzutage ist in Städten oberhalb von 100.000 Einwohnern im Regelfall eine Berufsfeuerwehr vorhanden. Diese sind personell aber lediglich für Kleinbrände ausreichend besetzt - für Wohnungsbrände oder Großbrandeinsätze sowie für Unwetterkatastrophen ist nachwievor die personelle Unterstützung von freiwilligen Kräften notwendig.

 
"Wie ist das in Bielefeld?"
 

Das gesamte Stadtgebiet ist in insgesamt 29 Löschbezirke mit je einer Löschabteilung aufgeteilt. Bricht nun in einem dieser Löschbezirke ein mittleres bis großes Feuer aus, wird neben einem Löschzug der Berufsfeuerwehr der insgesamt 4 BF-Wachen auch die zuständige Löschabteilung alarmiert. Sind in dieser Abteilung gerade nicht genügend Kräfte verfügbar (schließlich sind sie berufstätig oder privat nicht immer abkömmlich) oder ist der Brandeinsatz von größerem Ausmaß, können auch weitere Abteilungen dazu alarmiert werden.

 
„Was muss ich mitbringen?“
 

In erster Linie sollte für den aktiven Feuerwehrdienst die Bereitschaft am selbstlosen Einsatz für in Not geratene Mitmenschen sowie ein gewisses Maß an körperlicher Fitness mitgebracht werden. Der Zeitfaktor ist nur in gewisser Hinsicht von Bedeutung. Keiner kann immer zur Alarmierung bereit stehen. Dazu gibt es ja den Pool an über 800 freiwilligen Kräften in Bielefeld, aus dem geschöpft werden kann, damit stets eine Mannschaft in ausreichender Stärke im Ernstfall schnell zu Seite stehen kann. In der Regel sind es je nach Tageszeit im Schnitt 50% der aktiven Kameraden je alarmierter Löschabteilung. Die Dienste umfassen in der Regel 2 Abende im Monat. Die Zahl der Einsätze variiert unter den einzelnen Löschabteilungen, können aber mitunter bis zu 150 im Jahr sein.

 

Der Weg

 

„Ich möchte mitmachen! Wo kann ich mich melden?“
 

Unter Standorte sind die jeweiligen Einzugsgebiete der einzelnen Löschabteilungen abgebildet. Liegt ihr Wohn- und/oder ihr Arbeitsort in dem Einzugsgebiet der Löschabteilung X, so ist diese Abteilung ihre zukünftige Löschabteilung. Jede Abteilung hat einen Punkt „Löschabteilungsführer/Kontakt“, unter dem Sie mit dem Löschabteilungsführer Kontakt aufnehmen können.

 
„Darf ich morgen schon bei Einsätzen mitfahren?
 

Ganz so schnell klappt es mit dem Einsatzdienst dann leider doch nicht. Zunächst wird es eine „Probezeit“ von 6 bis 12 Monaten geben, bei der Du die Gelegenheit hast, an Dienstabenden teilzunehmen, um zu schauen, ob die Tätigkeit etwas für dich ist. Gleichzeitig stellt die Feuerwehr sicher, dass der zukünftige Kamerad auch ein dauerhaftes Interesse an dem Ehrenamt mitbringt. Schließlich wird die persönliche Ausstattung sowie die Ausbildung vom Feuerwehramt bezahlt. Nach der Probezeit wird pro forma über die Aufnahme in die Abteilung bei einer Dienstversammlung der Abteilung abgestimmt (in der Regel zu 100% mit Ja). Anschließend erfolgt die Einkleidung durch das Feuerwehramt sowie die ärztliche Eigenung „G26“ durch den Amtsarzt. Ab dann ist es möglich – zunächst noch im Hintergrund – Erfahrungen bei Einsätzen als Anwärter zu sammeln. In den weiteren Monaten folgt in mehreren Modulen (Zeitaufwand: mehrere Wochenenden pro Modul) die Feuerwehrgrundausbildung, die nach 2 bis 3 Jahren komplett abgeschlossen sein wird. In weiteren Jahren ist ein Aufstieg in Führungspositionen durch Qualifikationen und Lehrgänge möglich.

 

Wir freuen uns auf dich!

 

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