Jede Feuerwehr besteht nicht nur aus den Einsatzkräften, sondern auch aus einer Verwaltung, die innerhalb der Feuerwehr personell zwar nur einen geringen Teil ausmacht, ohne die aber ein geregelter Einsatzablauf gar nicht möglich wäre. So werden in den Verwaltungsabteilungen unter anderem Personalressourcen und Einsatztaktiken geplant, Fahrzeuge und Material beschafft, die Aus- und Fortbildung des Personals organisiert, Stellungnahmen in Bauaufsichtlichen Verfahren gegeben usw. 

Die Fachabteilungen:

Verwaltungsabteilung und Bevölkerungsschutz

Die Verwaltung und der Bevölkerungsschutz sind wichtige Bestandteile einer funktionierenden Feuerwehr. Als Querschnittsabteilung arbeitet die Verwaltungsabteilung mit der Amtsleitung und den Abteilungen Einsatz, Technik und Vorbeugender Brandschutz und Ausbildung eng zusammen.

Verwaltung

­       Allgemeine Verwaltung und Organisation

­       Personal und Stellenplan

­       Mitgliederbetreuung Freiwillige Feuerwehr

­       Klärung schwieriger rechtlicher Fragestellungen

Finanzen

­       Finanzen und Controlling

­       Rechnungswesen

­       Abrechnung kostenpflichtiger Feuerwehreinsätze

­       Gebührenabrechnung für Rettungs- und Krankentransporte einschließlich Luftrettung

­       Satzungen und Entgeltordnungen

Bevölkerungsschutz

­           Organisatorische Angelegenheiten des Bevölkerungsschutzes und Aufgaben der unteren Katastrophenschutzbehörde

­            Kampfmitteluntersuchungen

­            Geschäftsführung Krisenstab 

Abteilungsleiter/in:

Christiane Krumbholz, Tel. (0521) 51-2223, Fax (0521) 51-2241

 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Bevölkerungsschutz und Krisenstab:

Bevölkerungsschutz:  Der Bevölkerungsschutz umfasst den Zivil- und Katastrophenschutz, den Bund und Länder geregelt haben. Als untere Katastrophenschutzbehörde wirkt die Stadt Bielefeld vor Ort zur Gefahrenabwehr und Daseinsvorsorge mit.

Ob Flugzeugabstürze (z.B. Überlingen 2002) oder Zugunglücke (z.B. Eschede 1998), Amokläufe in Schulen (z.B. Emsdetten 2006) oder Erpressungen öffentlicher Einrichtungen (z.B. Bodensee-Wasserversorgung 2005) - immer wieder werden Städte und Gemeinden mit überraschend eintretenden kritischen Ereignissen konfrontiert. Begleitet werden diese Geschehnisse häufig von einem regen Medieninteresse und einem hohen Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit.

Abgestimmt auf die lokalen Verhältnisse werden von der Stadt Bielefeld Strukturen zur Schadensbewältigung und Unterstützung der Einsatzkräfte vorgehalten, z.B. Einrichtungen und Ausstattung zur Evakuierung und Dekontaminierung.

Neben den organisatorischen und sächlichen Vorkehrungen stellt die Zusammenarbeit mit anderen Stellen des Katastrophenschutzes eine Kernaufgabe des Bevölkerungsschutzes dar.

 Hierzu zählen die Verzahnung der Bielefelder Feuerwehr mit 

  • anderen städtischen Dienststellen
  • Hilfsorganisationen (ASB, DRK; JUH)
  • der Bezirksregierung und den Nachbarkreisen
  • der Polizei, den Stadtwerken, moBiel und anderen

 Weitere Informationen: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Krisenstab: Um auf die komplexen Anforderungen eines Großschadensereignisses (Unglücke, Pandemien, Versorgungsengpässe, Anschläge) schnell und effektiv reagieren zu können, unterhält die Stadt Bielefeld einen Krisenstab, der im Bedarfsfall vom Oberbürgermeister / der Oberbürgermeisterin einberufen wird.

Bei Großschadensereignissen kommen Entscheidungsträger aus unterschiedlichen Dienststellen innerhalb und außerhalb der Stadtverwaltung im Krisenstab zusammen.

Der Krisenstab beurteilt die Lage und koordiniert alle mit dem Ereignis in Zusammenhang stehenden Verwaltungsmaßnahmen und trifft die entsprechenden Entscheidungen.

Der Krisenstab und die Einsatzleitung der Feuerwehr arbeiten gemeinsam an der Wiederherstellung eines geordneten Zustands. Die Einsatzleitung wird durch den Krisenstab weitgehend von organisatorischen Aufgaben befreit.

Zur zügigen Arbeitsaufnahme des Krisenstabs, werden Räume, Notebooks, Telefone und weitere Arbeitsmittel ständig einsatzbereit gehalten.

 Kampfmittelüberprüfungen

Auch Jahrzehnte nach Ende des 2. Weltkrieges werden noch immer Bombenblindgänger und andere gefährliche Munitionskörper (sog. Kampfmittel) im Bielefelder Stadtgebiet gefunden.

Von diesen Kampfmitteln geht auch heute noch eine erhebliche Gefahr aus.

Deshalb bei Munitionsfunden:
Fundmunition, auch kleinste Munitionsreste, nicht berühren!          

Feuerwehrleitstelle – Tel. 512301 – oder Polizei – Tel. 5450 – sofort benachrichtigen!

Schlechter Zustand und starke Rostbildung der gefundenen Munition sind absolut kein Beweis für deren Ungefährlichkeit, im Gegenteil: Alter und Rost können das Risiko einer Detonation sogar noch erhöhen.Da die Entschärfung und Beseitigung von Kampfmitteln besondere Fachkunde erfordert, unterhält das Land Nordrhein-Westfalen bei den Bezirksregierungen Arnsberg und Düsseldorf einen staatlichen Kampfmittelräumdienst. Für das Gebiet der Stadt Bielefeld ist der Kampfmittelbeseitigungsdienst Westfalen-Lippe der Bezirksregierung Arnsberg zuständig.Um Gefahren zu vermeiden, wird im Zuge des Baugenehmigungsverfahrens geprüft, ob Hinweise auf Kampfmittel vorliegen. Hierzu ist ein Antrag beim Feuerwehramt der Stadt Bielefeld zu stellen.

Unter Beteiligung des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Westfalen-Lippe erfolgt dann die Überprüfung des Grundstücks zunächst durch die Auswertung historischer Luftbildaufnahmen der Alliierten, die diese gegen Kriegsende zu Dokumentationszwecken gemacht haben.

Wird der Kampfmittelverdacht durch die Luftbildauswertung erhärtet, können weitere Maßnahmen erforderlich werden, wie z.B. das Absuchen der zu bebauenden Flächen und Baugruben oder das Überprüfen von Bombenblindgängereinschlagstellen.

Bauherren / Architekten wird empfohlen, bereits frühzeitig vor Baubeginn eine Anfrage über eine mögliche Kampfmittelbelastung beim Feuerwehramt, Am Stadtholz 18, 33609 Bielefeld zu stellen, um Bauverzögerungen zu vermeiden.

 

Da die Zahl der Anträge stark gestiegen ist, beträgt die Bearbeitungszeit derzeit mehrere Monate.

 

                                 Wer trägt die Kosten?

Kosten für Luftbildauswertungen, Messwertaufnahmen, feststellenden Bodeneingriff und Räumung von Kampfmitteln trägt das Land NRW.

Kosten für den/die Antragsteller/in können entstehen für alle die Kampfmittelbeseitigung vorbereitenden oder sonst begleitenden Maßnahmen wie z.B. die Vorbereitung der abzusuchenden Fläche (Freischnitt von Bewuchs, Einmessen von Geländepunkten, Abtrag des Oberbodens bis zum gewachsenen Boden) und andere erforderliche Maßnahmen.

Für die Bearbeitung einer Anfrage nach möglichen Kampfmittelbelastungen werden folgende Unterlagen benötigt:

•     1. Ein Antrag, aus dem die genaue Lage und Bezeichnung des Grundstücks

          hervorgeht.

•     2. Ein Lageplan im Maßstab 1 : 500 oder 1 : 1000, aus dem die Lage des Grundstücks

         und die Lage der geplanten Baumaßnahme auf dem Grundstück hervorgeht.

 Weitere Informationen erhalten Sie beim Feuerwehramt: ( 51-3840

 

Finanzen und Controlling

Ein wesentlicher Bestandteil ist die Planung und Umsetzung des Haushaltes der Feuerwehr. Das Aufwandsvolumen beläuft sich auf rund 28 Mio. Euro jährlich. Hinzu kommen Investitionsauszahlungen von rund 3 Millionen Euro jährlich.

Die Einnahmen belaufen sich auf mehr als 13 Millionen Euro pro Jahr. Insbesondere werden Einnahmen bei der Abrechnung der rund 40.000 Einsätze im Rettungsdienst erzielt. Aber auch die Einsätze der Feuerwehr können bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen kostenpflichtig sein.

Die Erstellung und Überprüfung der entsprechenden Satzungen und der Entgeltordnung zur Sicherstellung der Einnahmeerzielung sowie die Vorbereitung für die Verabschiedung durch den Rat der Stadt Bielefeld fällt ebenfalls in diesen Bereich.

  

Gebührenabrechnung für

Rettungs- und Krankentransport einschließlich Luftrettung

Für die Einsätze der Notfallrettung inklusive der Notärzte, der qualifizierten Krankentransporte in Bielefeld sowie die Einsätze des Rettungshubschraubers „Christoph 13“ fallen Benutzungsgebühren an.

Die Gebühren sind grundsätzlich vom Patienten zu tragen. Sofern die gesetzliche Krankenversicherung des Patienten bekannt ist, erfolgt die Abrechnung in der Regel direkt mit der Krankenkasse.

  1. http://www.bielefeld.de/ftp/dokumente/ortsrecht/3_02n.pdf
  2. http://www.bielefeld.de/ftp/dokumente/ortsrecht/3_03.pdf

 Abrechnung kostenpflichtiger Feuerwehreinsätze

Feuerwehreinsätze werden zu einem großen Teil unentgeltlich erbracht. Für einige Fälle hat der Gesetzgeber jedoch eine Kostenersatzpflicht vorgesehen.

Insbesondere werden Einsätze rund um das KFZ abgerechnet, wie KFZ-Brände und Austritt von Betriebsmitteln. In diesen Fällen wird die Kostenersatzpflicht gegenüber dem KFZ-Halter/-innen geltend gemacht. Es handelt sich hier um eine Gefährdungshaftung unabhängig vom Verschulden des KFZ-Halters.

  1. http://www.bielefeld.de/ftp/dokumente/ortsrecht/3_25n.pdf
  2. http://www.bielefeld.de/ftp/dokumente/ortsrecht/3_24n.pdf

 Erstattung von Verdienstausfall für Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr:

Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter/-innen für den Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr abstellen, haben einen Anspruch auf Erstattung des fortgewährten Arbeitsverdienstes.

Auch Selbständige können sich ihren Verdienstausfall ersetzen lassen.

  1. http://feuerwehr-bielefeld.de/cms/images/useruploads/BF/Antrag_Lohnfortzahlung_neu.pdf
  2. Merkblatt für Arbeitgeber.pdf 
  3. http://www.bielefeld.de/ftp/dokumente/ortsrecht/3_26.pdf  

Abschnittsleiter:

Oliver Stabenow, Tel. (0521) 51-2221, Fax (0521) 51-2241

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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        Einsatzvorbereitung

        Das Ziel der Feuerwehr Bielefeld ist es…

…zur richtigen Zeit…

…die richtige Mannschaft…

…in der richtigen Personalstärke…

…mit dem richtigen Gerät…

…am richtigen Ort zu haben!

Daher ergibt sich für die Abteilung Einsatzvorbereitung die Aufgabe, die verschiedensten Einsatzszenarien zu betrachten und die optimalen Vorgehensweisen festzulegen. Hierbei werden natürlich auch die Erfahrungen aus Übungen und Realeinsätzen berücksichtigt.

Ein Ergebnis stellt dabei die sogenannte „Alarm- und Ausrückordnung (AAO)“ dar. In dieser wird festgelegt, welche Einsatzmittel bei welchem Einsatzstichwort (z.B. „Wohnungsbrand“) durch die Leitstelle entsandt werden. Die Feuerwachen der Berufsfeuerwehr und die Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehr sind dabei derart über das Stadtgebiet verteilt, dass die alarmierten Einheiten gemäß den Vorgaben des Brandschutzbedarfsplanes regelmäßig rechtzeitig an der Einsatzstelle eintreffen.

Weiterhin werden Standardeinsatzregeln (SER) erarbeitet, die als Grundlage einer einheitlichen Ausbildung und Vorgehensweise dienen. Ziel dabei ist es einheitliche Regeln zu setzen, die es den Einsatzkräften ermöglichen, auch in schwierigen und zeitkritischen Einsatzsituationen routiniert und effektiv tätig zu werden. Dieses gilt sowohl für die Berufsfeuerwehr als auch für die Freiwillige Feuerwehr. 

 

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